Heilige Orte

Der Christustreff in Jerusalem

Das Johanniterhospiz, Heimat des Christustreffs Jerusalem

Das Johanniterhospiz ist die Heimat des Christustreffs Jerusalem - es ist eine Oase inmitten des Trubels, ein Ort an dem sich der Blick wieder weiten kann und gleichzeitig ist es ein Ort, an dem eine ganz geerdete Spiritualität gelebt wird.


Meine zwei Rücksäcke geschultert, werde ich durch die Menschenmenge geschoben, eine enge Gasse entlang. Nur selten bricht Tageslicht in das Duster des arabischen Markts. Ein Marktschreier preist seine Waren an und brüllt mir ins Ohr. Die Düfte von Gewürzen, frisch gebackenem Brot und Abwässern nehmen mir fast den Atem. Benebelt lasse ich mich treiben - vom Damaskustor, über die Bet Habad bis zur Via Dolorosa. Dort kreuzt eine spanische Pilgergruppe – sie singen „Jerusalén“, einer hat ein Kreuz geschultert. Ich reiße mich los aus dem Menschenstrom und biege rechts ab. Beinahe wäre ich daran vorbei gegangen...

Eine Tür in eine andere Welt

Die kleine, unscheinbare Treppe führt nach oben. An ihrem Ende entdecke ich eine Tür, darüber: „Johanniterhospiz“ - hier werde ich meine fünf Tage in Jerusalem als Gast des Christustreffs verbringen. Ich klingle und als sich die Tür öffnet, öffnet sich mir eine neue Welt. Im ruhigen Innenhof sitzen Dirk und Steff. Sie begrüßen mich herzlich und bieten mir heißen Tee und einen Platz im kühlen Schatten an. Von der ersten Minute an nehmen sie mich mit hinein in ihre Gemeinschaft. Zusammen sind sie fünf Deutsche, die bis zu vierzehn Pilger und Gäste willkommen heißen. So wie mich. 

Leben in der arabischen Altstadt

Gerne nehme ich ihr Angebot an, am Morgen bei ihrer Andacht dabei zu sein - ich muss die vielen Eindrücke erst einmal im Gebet verarbeiten und sacken lassen. Danach gibt es ein üppiges Frühstück. Bei frischem Obst, Pitabrot, dem Kichererbsenbrei Humus und Oliven unterhalten wir uns. Sie haben Zeit für mich. Ich frage und sie erzählen, wie ein Leben in der Jerusalemer Altstadt ist. Tiefe Wertschätzung für ihre arabischen Nachbarn ist herauszuhören und ein Bewusstsein für die problematischen Gegensätze des Landes.

Ein Ort mit Ausblick und Bodenhaftung

Als ich auf der Dachterrasse meines Gästezimmers sitze und über die Dächer bis zum Ölberg blicke, verliere ich für einige Momente die Orientierung. In welchem Stockwerk befinde ich mich hier eigentlich, wie hoch über dem Markt sitze ich und wo ist unten? Anderen Gästen geht es ähnlich. Das wird für mich zum Sinnbild dieses Ortes: Das Johanniterhospiz ist eine kleine Oase inmitten des Trubels, ein erhebender Ort, an dem sich der Blick wieder weiten kann. Gleichzeitig behält die Hausgemeinschaft die Bodenhaftung - sie lebt einen sehr geerdeten, gewöhnlichen und gerade deshalb so attraktiven Glauben.

sgd



Rituale

Teig rühren und Gelassenheit wagen

Hefeteig (CCR Chiot's Run)

Immer dieses lästige Warten! Da hat man Hunger und will sich nur schnell eine Pizza machen. Und dann dauert dieser Hefeteig immer so lange – er muss aufgehen, eine dreiviertel Stunde! Soll man ihn vielleicht in den Ofen stecken, fragt man sich, und so das ganze beschleunigen? Oder stattdessen sogar einen Fertigteig kaufen? Doch die Zeit während der Teig aufgeht, kann ich nutzen, um eine wichtige geistliche Disziplin einzuüben...
 
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Angebote

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Exerzitien - Eine Woche schweigen Exerzitien – eine Möglichkeit, die eigene Lebensrichtung zu ändern. Eine Woche Stille – um auf eine andere Stimme zu hören. Zeit und Stille – in einer Schweigewoche schenken Sie sich die zwei wichtigsten Schätze unseres Lebens. (...)

23.11.2013 - 23.11.2013
Workshop Lebensreise Das Leben ist wie eine Landkarte: Wo kommen wir her? Wo stehen wir jetzt? Wie wurden wir zu dem, was wir sind? Was hält uns? Wie geht es weiter? Ilona und Rainer Wälde zeigen Ihnen, wie Sie die Landkarte Ihres Lebens auswerten und den roten Faden erkennen.
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18.08.2013 - 24.08.2013
Unterwegs zu den Quellen des Lebens Bereits vor drei Jahren sind wir auf die grüne Insel gereist, um dem Geheimnis der irischen Mönche auf die Spur zu kommen: Auf dem Hill of Slane bei Dublin beginnt unsere persönliche Reise zu den Ursprüngen des Christentums. 433 hat Patrick an dieser Stelle ein Osterfeuer entzündet und damit eine Bewegung ausgelöst, die im nördlichen Europa zu einem Durchbruch des christlichen Glaubens sorgte. (...)

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Media

Riskier was, Mensch!

Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
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