Heilige Orte

Beim Ausmisten

Unordentliches Zimmer (Copyrights: LaLoMi) Foto: LaLoMi

Traditionell war die Adventszeit  eine Fastenzeit und damit eine Einladung zum Entrümpeln und Ausmisten. Wenn Sie sich dafür Zeit nehmen, kann sogar ein unordentlicher Ort für Sie zu einem heiligen Ort werden. Mit der Freiheit loszulassen und dem Mut auszumisten, folgen Sie dem Ruf der Adventsstimme des Johannes. Schaffen Sie Raum, damit Gott neu einziehen kann.

Die Vorweihnachtszeit ist heute oft eine Zeit des Anhäufens von neuen Besitztümern und auch des Zulegens des einen oder anderen Kilos. Traditionell war die Adventszeit jedoch eine Fastenzeit und damit eine Einladung zum Entrümpeln und Ausmisten. Wenn Sie sich dafür Zeit nehmen, kann sogar ein unordentlicher Ort für Sie zu einem heiligen Ort werden.

Zum Thema „Entrümpeln“, „Vereinfachen“ oder neudeutsch „Simplifyen“ gibt es ja mittlerweile unzählige Ratgeber und mehr oder minder hilfreiche Tipps und Tricks. Doch Einfachheit ist bereits seit Jahrhunderten eine Disziplin des monastischen Lebens. Dabei beginnt diese Tradition im Inneren des Menschen. Richard Rohr z.B. nennt Einfachheit, die innere „Freiheit loszulassen“. Das bedeutet, nicht an den Dingen zu hängen, sich in einer inneren Distanz den Dingen gegenüber und in Zufriedenheit zu üben. Damit ist die monastische Einfachheit keine Vereinfachung um ihrer selbst willen, sondern ein Freimachen von Raum, Gedanken, Energie und Ressourcen für das Wesentliche des Lebens und das ist hier im Besonderen für Gott.

Dieser innere Weg findet im Mönchtum in äußerer Vereinfachung seinen Ausdruck. Vielleicht nutzen ja auch Sie diese Tage, um einen Blick in ihre Schränke, Speicher und Keller zu werfen. Bedenken Sie einmal, was sie konkret ihr Eigen nennen - Kleidung, Maschinen, Transportmittel, technische Spielereien, Wohnraum aber auch Zeit oder Geld. Was davon brauchen Sie nicht mehr? Was zieht unnötig Aufmerksamkeit auf sich? Beginnen Sie damit, aufzuräumen und auszusortieren. Mit der Freiheit loszulassen und dem Mut auszumisten, folgen Sie dem Ruf der Adventsstimme des Johannes: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet seine Pfade!“ (Lukasevangelium 3,4) Schaffen Sie Raum, damit Gott neu einziehen kann.

sgd

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