Heilige Orte

Gehen Sie in die Nacht hinein

Zodiaklicht bei Nacht

Die Nacht ist für uns Menschen eine zwiespältige Zeit. In ihr finden wir Ruhe, sie macht uns aber auch Angst. Wir versuchen uns mit Straßenlampen und Zimmerbeleuchtung Abhilfe zu schaffen. Doch der Gang durch die Dunkelheit kann auch ein Ort der Gottesbegegnung sein.

Es ist dunkel. Das Gehen fällt Ihnen schwer. Selbst mit zusammen gekniffenen Augen können Sie den Weg nur schemenhaft erkennen. Ihre anderen Sinne sind in Alarmbereitschaft versetzt: Jedes Geräusch lässt Sie aufhorchen. Ihre Füße bewegen sich nur langsam, fast schon tastend, vorwärts. Der Geruch von taubenetztem Gras steigt Ihnen in die Nase. Sie wissen: Der Weg ist da! Auch wenn Sie ihn kaum sehen können. Wie gut wäre es jetzt, jemanden an Ihrer Seite zu haben, der sich hier auskennt. Doch sie sind allein. Auf diesem Weg in der Dunkelheit spüren Sie, wie Ihr Vertrauen geprüft wird.

Eine vielleicht ganz ähnliche Erfahrung machte Jesus in der Nacht von Gründonnerstag. (Nachzulesen im Markusevangelium 14,26-31) Er hatte den Abend mit seinen Freunden bei einem Abendessen verbracht. Dann ging er mit ihnen hinaus aus der Stadt, hinein in die Nacht. Jesus wusste: Es ist ein bitterer Kelch, den er auf der nächsten Wegstrecke trinken wird. Und er spürte, dass er diesen Weg alleine gehen muss. Noch vor Morgengrauen werden ihn alle verlassen. Seine einzige Hilfe kann jetzt nur noch sein himmlischer Vater sein.

Die Nacht ist für uns Menschen eine zwiespältige Zeit. In ihr finden wir Ruhe, sie macht uns aber auch Angst. Wir versuchen uns mit Straßenlampen und Zimmerbeleuchtung Abhilfe zu schaffen. Doch der Gang durch die Dunkelheit kann auch ein Ort der Gottesbegegnung sein.

Machen Sie in diesen Tagen doch einmal einen nächtlichen Spaziergang. Lassen Sie alle künstlichen Lichtkreise hinter sich und erleben Sie wie es ist, eine Wegstrecke im Dunkeln zu gehen. Erinnern Sie sich an den schweren Weg Jesu und an Gottes Handeln inmitten seiner dunkelsten Stunde. Fragen Sie sich: Was ist mein Weg? Nehmen Sie die Dunkelheit und Ihre Einsamkeit ganz bewusst wahr und erfahren Sie, wie im Nicht-Sehen Ihr Vertrauen wachsen kann.

sgd


Rituale

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Unterwegs zu den Quellen des Lebens Bereits vor drei Jahren sind wir auf die grüne Insel gereist, um dem Geheimnis der irischen Mönche auf die Spur zu kommen: Auf dem Hill of Slane bei Dublin beginnt unsere persönliche Reise zu den Ursprüngen des Christentums. 433 hat Patrick an dieser Stelle ein Osterfeuer entzündet und damit eine Bewegung ausgelöst, die im nördlichen Europa zu einem Durchbruch des christlichen Glaubens sorgte. (...)

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Riskier was, Mensch!

Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
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