Rituale

Finden Sie einen Platz im Dunkeln

Nachtgebet mit Mönchen in St.Patricks in Dublin

Wir tendieren dazu, das Dunkle zu meiden oder zu erhellen. Im Mönchtum findet sich aber ein anderer Zugang zur Dunkelheit. Gerade dann, wenn die Nacht ihre Mitte erreicht hatte, beteten die Mönche die Vigil. In der Vigil ließen sie sich mit dem Schrecken der Nacht konfrontieren und entdeckten gleichzeitig die Schönheit der Nacht.

In der Finsternis überkommt viele Menschen ein unangenehmes Gefühl oder die Angst schleicht sich ein. Erinnern Sie sich nur einmal daran, wie Sie zuletzt einen dunklen Parkweg entlang gegangen sind oder versucht haben, sich in einem nächtlichen Zimmer voranzutasten oder an ähnliche Momente. Im Finstern wird unsere Umgebung zum Mysterium. Im Dunkeln scheint alles unendlich, die Einzelheiten sind verborgen und wir haben nicht selten das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Wir tendieren daher dazu, das Dunkle zu meiden oder zu erhellen.

Im Mönchtum findet sich ein anderer Zugang zur Dunkelheit. Gerade dann, wenn die Nacht ihre Mitte erreicht hatte, standen die frühen christlichen Mönche von ihren Nachtlagern auf, um die Nachtwache, die Vigil, zu beten. In der völligen Dunkelheit ihrer Klosterkirche erinnerten sie sich daran, dass Gott - wenngleich er sich in der Geschichte immer wieder gezeigt hat - ein Geheimnis bleibt. Mit ihrem Gebet in dieser Finsternis brachten die Mönche zum Ausdruck, dass sie Gott vertrauen wollen, wenngleich ihr Weg und Gott selbst im Dunkeln liegen und ihr Inneres oft finster sein mag. In der Vigil ließen sie sich mit dem Schrecken der Nacht konfrontieren und entdeckten gleichzeitig die Schönheit der Nacht.
 
Lassen Sie sich von den Mönchen inspirieren. Stehen Sie z.B. etwas früher auf, dann wenn die Sonne noch nicht aufgegangen ist und suchen Sie sich einen Platz im Dunkeln. Sie könnten hier darüber nachdenken, was in Ihnen selbst finster ist, wo Ihr Weg verdunkelt ist und in welchen Momenten Sie fürchten, dass die Dinge ihnen aus der Hand gleiten. Vielleicht sprechen Sie ein kurzes Gebet des Vertrauens, z.B. die Verse aus Psalm 23 „Und muss ich auch durchs finstere Tal - ich fürchte kein Unheil! Du, Herr, bist ja bei mir; du schützt mich und du führst mich, das macht mir Mut.“

sgd


Rituale

Teig rühren und Gelassenheit wagen

Hefeteig (CCR Chiot's Run)

Immer dieses lästige Warten! Da hat man Hunger und will sich nur schnell eine Pizza machen. Und dann dauert dieser Hefeteig immer so lange – er muss aufgehen, eine dreiviertel Stunde! Soll man ihn vielleicht in den Ofen stecken, fragt man sich, und so das ganze beschleunigen? Oder stattdessen sogar einen Fertigteig kaufen? Doch die Zeit während der Teig aufgeht, kann ich nutzen, um eine wichtige geistliche Disziplin einzuüben...
 
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Exerzitien - Eine Woche schweigen Exerzitien – eine Möglichkeit, die eigene Lebensrichtung zu ändern. Eine Woche Stille – um auf eine andere Stimme zu hören. Zeit und Stille – in einer Schweigewoche schenken Sie sich die zwei wichtigsten Schätze unseres Lebens. (...)

23.11.2013 - 23.11.2013
Workshop Lebensreise Das Leben ist wie eine Landkarte: Wo kommen wir her? Wo stehen wir jetzt? Wie wurden wir zu dem, was wir sind? Was hält uns? Wie geht es weiter? Ilona und Rainer Wälde zeigen Ihnen, wie Sie die Landkarte Ihres Lebens auswerten und den roten Faden erkennen.
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18.08.2013 - 24.08.2013
Unterwegs zu den Quellen des Lebens Bereits vor drei Jahren sind wir auf die grüne Insel gereist, um dem Geheimnis der irischen Mönche auf die Spur zu kommen: Auf dem Hill of Slane bei Dublin beginnt unsere persönliche Reise zu den Ursprüngen des Christentums. 433 hat Patrick an dieser Stelle ein Osterfeuer entzündet und damit eine Bewegung ausgelöst, die im nördlichen Europa zu einem Durchbruch des christlichen Glaubens sorgte. (...)

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Media

Riskier was, Mensch!

Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
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