Heilige Orte

Verweilen Sie in einer Poustinia

Poustinia als Gartenhaus in Nether Springs

Eine Poustinia kann eine für das Gebet reservierte Zimmerecke sein, ein Zimmer, eine Kammer im Keller oder Dachgeschoss oder auch eine Hütte im Garten Die Poustinia ist ein Ort der Wüste - das ist es, was das russische Wort bedeutet. Ein Ort der Ruhe, der Stille, des Hörens und der Begegnung mit Gott. Eine Poustinia ist, wenn man so will, eine moderne Form der Einsiedelei in der Tradition der frühchristlichen Wüstenmönche.

Die Poustinia ist ein Ort der Wüste - das ist es, was das russische Wort bedeutet. Ein Ort, an dem alles zur Ruhe kommen kann, das Reden und Tun, auch das Innere. Sie ist ein Ort der Stille - wenngleich eine Poustinia nicht immer völlig leise oder einsam sein muss, ist sie doch immer ein Ort des Hörens. Hier ist ein Ort der Begegnung mit Gott, des Seins vor Gott, ein Ort des Gebets, auch des Gebets für andere. Eine Poustinia ist, wenn man so will, eine moderne Form der Einsiedelei in der Tradition der frühchristlichen Wüstenmönche.

In Russland haben sich über die Jahrhunderte Menschen in solche Poustinias zurückgezogen, manchmal für eine Weile, oder aber für den Rest ihres Lebens. Sie wurden zu Poustiniki, zu Einsiedlern, die ungewöhnlicherweise im Kontakt mit ihrem Umfeld - oft nur ein kleines Dorf oder ein paar Bauernhöfe - blieben. Sie nahmen kaum etwas mit in ihre dürftig ausgestatteten Poustinias -  neben einem Stuhl, einem Tisch, einem Holzofen, einem Kreuz, einer Ikone und manchmal einem Bett gab es keine Bücher, nur eine Bibel und etwas Brot. So waren die Poustiniki auf andere angewiesen. Sie kümmerten sich aber ebenso um die Menschen in ihrer Nähe und dienten ihnen mit Seelsorge, Gebet, Gastfreundschaft und ganz praktischer Hilfe z.B. bei der Ernte.

In den letzten Jahrzehnten haben auch im Westen viele Menschen die Poustinia für sich entdeckt. Sie erleben diesen Ort des einfachen, aber gänzlichen Da-Seins als heilsamen Kontrast zur westlichen Produktions- und Leistungsgesellschaft. Für einen Tag und eine Nacht oder auch nur eine Stunde ziehen sie sich zurück - Zeit ist in der Poustinia nicht entscheidend.

Gestalten oder finden auch Sie Ihre Poustinia für sich selbst. Dazu braucht es nicht sehr viel. In der Tradition wird nämlich betont, dass Poustinia eine Angelegenheit des Herzens ist, nicht des Umfeldes. Um innerlich zur Stille zu kommen, können Ihnen aber solche Orte helfen. Catherine Doherty gibt in ihrem Buch „Poustinia“ einige Hinweise: Sinnvoll ist eine gewisse Distanz zur Poustinia, aber schon eine Tür oder ein kurzer Fußweg genügen. Eine Poustinia für Sie könnte eine für das Gebet reservierte Zimmerecke sein, ein Zimmer, eine Kammer im Keller oder Dachgeschoss oder auch eine Hütte im Garten. Tun Sie es den russischen Vätern und Müttern gleich und nehmen Sie nichts mit hinein, außer vielleicht einer Bibel. In der Poustinia angekommen, kann Ihnen niemand vorschreiben, was oder ob Sie überhaupt etwas tun. Sie können hier schlicht die Zeit in der Gegenwart Gottes genießen, gleich ob Sie diese spüren oder nicht.

sgd


Rituale

Teig rühren und Gelassenheit wagen

Hefeteig (CCR Chiot's Run)

Immer dieses lästige Warten! Da hat man Hunger und will sich nur schnell eine Pizza machen. Und dann dauert dieser Hefeteig immer so lange – er muss aufgehen, eine dreiviertel Stunde! Soll man ihn vielleicht in den Ofen stecken, fragt man sich, und so das ganze beschleunigen? Oder stattdessen sogar einen Fertigteig kaufen? Doch die Zeit während der Teig aufgeht, kann ich nutzen, um eine wichtige geistliche Disziplin einzuüben...
 
mehr

Angebote

20.10.2013 - 25.10.2013
Exerzitien - Eine Woche schweigen Exerzitien – eine Möglichkeit, die eigene Lebensrichtung zu ändern. Eine Woche Stille – um auf eine andere Stimme zu hören. Zeit und Stille – in einer Schweigewoche schenken Sie sich die zwei wichtigsten Schätze unseres Lebens. (...)

23.11.2013 - 23.11.2013
Workshop Lebensreise Das Leben ist wie eine Landkarte: Wo kommen wir her? Wo stehen wir jetzt? Wie wurden wir zu dem, was wir sind? Was hält uns? Wie geht es weiter? Ilona und Rainer Wälde zeigen Ihnen, wie Sie die Landkarte Ihres Lebens auswerten und den roten Faden erkennen.
(...)

18.08.2013 - 24.08.2013
Unterwegs zu den Quellen des Lebens Bereits vor drei Jahren sind wir auf die grüne Insel gereist, um dem Geheimnis der irischen Mönche auf die Spur zu kommen: Auf dem Hill of Slane bei Dublin beginnt unsere persönliche Reise zu den Ursprüngen des Christentums. 433 hat Patrick an dieser Stelle ein Osterfeuer entzündet und damit eine Bewegung ausgelöst, die im nördlichen Europa zu einem Durchbruch des christlichen Glaubens sorgte. (...)

mehr

Media

Riskier was, Mensch!

Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
mehr


Senden Sie eine E-Card an Freunde

StartHeilige OrteVorbilderRitualeAngeboteMediaNewsletter
FacebookTwitter
Newsletter
Kostenlose und wertvolle Impulse für Ihre persönliche Lebensreise.
 
Unser Newsletter informiert Sie in regelmäßigen Abständen über aktuelle Themen.
 
Newsletter abonnieren