Rituale

Erleben Sie ein Ascheritual

Aschenkreuz an Aschermittwoch als Beginn der Fastenzeit Foto: Martyria

Die Asche der Palmzweige kann uns daran erinnern, dass Gott aus Staub Leben erwecken kann, dass aber manchmal auch etwas zu Ende gehen muss, bevor neues Leben entsteht.

Schwarze, feine Asche. Asche von Palmzweigen, seit der letztjährigen Osterwoche aufbewahrt und am Vortag verbrannt. Der Priester nimmt sie, besprengt sie mit Wasser und lädt die Menschen ein, nach Vorne zu kommen. Denen, die sich aufreihen, schmiert er mit dem Daumen und der feuchten Asche ein Kreuz auf die Stirn.

Man mag das für einen seltsamen Brauch halten, der sich - so oder so ähnlich - jedes Jahr zu Aschermittwoch in vielen Kirchen wiederholt. Dabei hat die Asche weniger mit einem abergläubischen Schutzzeichen und nichts mit den verbrannten Strohpuppen des Fastnachtsdienstages zu tun, sondern hat seinen Hintergrund in der Symbolik der Bibel.

Denn schon die alten Israeliten kannten Asche als ein Zeichen der Umkehr und Buße. Man setzte sich in Asche, streute sie aufs Haupt oder wälzte sich sogar darin. Damit brachte man zum Ausdruck: Etwas geht zu Ende, man nimmt Abschied von einem falschen Lebenswandel oder sogar von einem verstorbenen Menschen. Asche also ein Zeichen der Vergänglichkeit und des Zu-Ende-Bringens. In völligem Kontrast dazu symbolisierten in der Antike die Palmzweige Leben und Sieg. Zweige, wie sie zu Aschermittwoch verbrannt werden, galten in Israel als Zeichen der Unabhängigkeit und einer siegreichen Königsherrschaft. Als Jesus auf dem Rücken eines Eselfüllens nach Jerusalem einzog, breiteten die Menschen solche Palmzweige vor ihm aus. Sie kündigten so ein kommendes Friedensreich an. Jesus jedoch hatte noch die schwersten Stunden vor sich...

Strahlendes Leben einerseits und staubige Asche andererseits. „Gedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub wieder zurückkehrst“, heißt es in der Aschermittwochsliturgie. Die Asche der Palmzweige kann uns daran erinnern, dass Gott aus Staub Leben erwecken kann, dass aber manchmal auch etwas zu Ende gehen muss, bevor neues Leben entsteht.

Besuchen Sie einen Aschermittwochsgottesdienst, wenn Sie den Ascheritus einmal miterleben wollen. Sie können aber auch selbst einige getrocknete Äste verbrennen und dabei über das Symbol der Asche nachdenken, dem Staub aus dem wir sind und zu dem wir wieder zurückkehren.

sgd


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