Rituale

Pflegen Sie Einsamkeit und Gemeinschaft

Das Boot, das Coracle und die Zelle ist in der keltisch-christlichen Tradition stellvertretend für den Rhythmus von Einsamkeit und Gemeinschaft.

Das Boot, das Coracle und die Zelle ist in der keltisch-christlichen Tradition stellvertretend für den Rhythmus von Einsamkeit und Gemeinschaft. Beides, Gemeinschaft und Einsamkeit sind zwei der Grundpfeiler des klösterlichen Lebens. Wir, die wir nach einem Rhythmus von Einsamkeit und Gemeinschaft suchen, können von der Weisheit der Mönche noch heute zehren.

Unser Leben bewegt sich in der Spannung zwischen Gemeinschaft und Alleinsein. Diese Spannung zu halten tut uns gut. Andererseits merken wir oft, wie wir aus diesem Rhythmus von Einsamkeit und Miteinander geraten und zu viel oder zu wenig von dem einen oder anderen erleben.

Wenn wir diesen Rhythmus halten oder zurück erlangen wollen, können wir von den Mönchen lernen. Beides, Gemeinschaft und Einsamkeit sind zwei der Grundpfeiler des klösterlichen Lebens - der Tagesablauf der Mönche möchte also beidem einen Stellwert geben. In der keltischen Tradition des Mönchtums fand man dafür besonders anschauliche Begriffe. Dort spricht man vom Rhythmus von „Zelle“ und „Coracle“. Ein Coracle war ein nussschalenartiges Boot, mit dem die keltischen Mönche im 6. und 7. Jahrhundert auf Pilgerreise gingen. Diese Pilgerreisen waren Zeiten der Begegnung und des Dienstes an den Menschen. Eine Zelle dagegen war der Rückzugsort der Mönche für Gebet, Kontemplation und Alleinsein. Denn die Zelle teilten sie meistens mit nur zwei oder drei anderen Brüdern, was für damalige Verhältnisse ungewöhnlich einsam war, weil es in den Klöstern jener Zeit normalerweise keine Privat- sondern nur Gemeinschaftsräume gab. Im keltischen Mönchtum hatte so beides seinen Platz - Alleinsein und Miteinander, Coracle und Zelle. Die Mönchszelle war auch schon für die eremitsichen Wüstenväter der Antike von größter Bedeutung. Abba Moses aus Scetes (Ägypten 4. Jh.) sagte z.B. „Geh, setz Dich in Deine Zelle und Deine Zelle wird dich alles lehren.“

Wir, die wir nach einem Rhythmus von Einsamkeit und Gemeinschaft suchen, können von dieser Weisheit noch heute zehren. Denn viel zu oft fliehen wir vor uns selbst in die Gemeinschaft, oder wir wollen dort Konflikte lösen, die jedoch mehr mit uns zu tun haben, als mit den Anderen. Nicht selten ist unser Blick auf unser Gegenüber mit Vorurteilen verbaut und wir brauchen den einsamen Ort, um uns Gottes Sicht vom Anderen schenken zu lassen. Wenn wir also Gemeinschaft erleben wollen, müssen wir auch bereit sein, uns in die Einsamkeit rufen zu lassen, uns dort selbst und Gott zu begegnen, um so wieder zur Gemeinschaft fähig zu werden.

sgd


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Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
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