Rituale

Nehmen Sie sich einen Ruhetag

Die Kerze ist ein Symbol der Vorweihnachtszeit Foto: Tobias Kässmann

Das Shabbatlichter markieren im Judentum den Feier- und Ruhetag. Egal, ob gemeinsam oder alleine, egal, ob am Sonntag oder an einem anderen Wochentag - nehmen Sie sich regelmäßig einen Tag und ruhen Sie sich aus. Verlangsamen Sie ihr Leben. Treffen Sie sich mit anderen zu einem guten Essen. Und erinnern Sie sich an das, was Ihnen echte Hoffnung gibt und neues Leben schenkt.

Ein regelmäßiger Ruhetag tut uns gut. Das entdeckte auch A.J. Jacobs, Journalist eines amerikanischen Männermagazins, der sich selbst als Agnostiker versteht. Er wollte ein Jahr lang nach allen biblischen Geboten leben. Am Ende dieses Selbstversuchs sagte er: „Eines der großartigen Dinge meines Jahres war es, den Ruhetag zu halten.“ Das Ritual eines Ruhetags wiederzuentdecken, ist gerade in unserer Kultur, in der Arbeit einen hohen Stellenwert hat, von besonderer Bedeutung.

Die jüdische und christliche Tradition kennt den wöchentlichen Ruhetag, einen Rhythmus von 6 plus 1, von sechs Tagen Arbeit und einem Tag Ruhe. In der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments wird von Gottes sechstägigem Schaffen erzählt und von seinem Ruhen am siebten Tag. Dieser Rhythmus wurde im Judentum als „göttlicher“ Rhythmus hoch geehrt und auf Mensch, Tier und Pflanzen übertragen. Am Shabbat, unserem Samstag, wurde weder gearbeitet, gekocht, noch umhergereist. Das Leben wurde für einen Tag entschleunigt. Sabbat war aber nicht nur ein Tag der Ruhe, sondern auch der Freude, des Genusses und der Muße.

Die ersten Christen folgten zunächst der jüdischen Praxis. Doch schon wenige Jahrhunderte später hielten sie - aus unterschiedlichsten Gründen - den Sonntag als ihren Ruhe- und Feiertag. Im Gegensatz zum Shabbat, dem Tag, an dem Gott ruhte, ist der Sonntag der „achte Tag“ der Woche, der Tag von Jesu Auferstehung, ein Tag des neuen Lebens und der Neuschöpfung.

Juden wie Christen feiern diesen Ruhetag jeweils an einem festgesetzten Tag. Ein kollektiver Ruhetag hat zwar seine Vorzüge, da nicht nur der Einzelne, sondern seine ganze Umgebung zur Ruhe kommt. Ein solch kollektiver Ruhetag ist heute allerdings oft nicht mehr immer möglich. Doch egal, ob gemeinsam oder alleine, egal, ob am Sonntag oder an einem anderen Wochentag - nehmen Sie sich regelmäßig einen Tag und ruhen Sie sich aus. Verlangsamen Sie ihr Leben. Treffen Sie sich mit anderen zu einem guten Essen. Und erinnern Sie sich an das, was Ihnen echte Hoffnung gibt und neues Leben schenkt.

sgd


Heilige Orte

Offensiv leben

Schloss Reichenberg der Offensive Junger Christen (OJC)

Auf einem Bergrücken sitzt das Schloss Reichenberg. Weithin sichtbar. Das Schloss ist Heimat der OJC, einer Gemeinschaft die ähnlich sichtbar sein will. Dabei schreckt sie nicht davor zurück, offensiv zu leben und anzuecken. Ich will die Gemeinschaft kennen lernen und erklimme deshalb den Hügel, hinauf zum Schloss...
 
mehr

Angebote

20.10.2013 - 25.10.2013
Exerzitien - Eine Woche schweigen Exerzitien – eine Möglichkeit, die eigene Lebensrichtung zu ändern. Eine Woche Stille – um auf eine andere Stimme zu hören. Zeit und Stille – in einer Schweigewoche schenken Sie sich die zwei wichtigsten Schätze unseres Lebens. (...)

23.11.2013 - 23.11.2013
Workshop Lebensreise Das Leben ist wie eine Landkarte: Wo kommen wir her? Wo stehen wir jetzt? Wie wurden wir zu dem, was wir sind? Was hält uns? Wie geht es weiter? Ilona und Rainer Wälde zeigen Ihnen, wie Sie die Landkarte Ihres Lebens auswerten und den roten Faden erkennen.
(...)

18.08.2013 - 24.08.2013
Unterwegs zu den Quellen des Lebens Bereits vor drei Jahren sind wir auf die grüne Insel gereist, um dem Geheimnis der irischen Mönche auf die Spur zu kommen: Auf dem Hill of Slane bei Dublin beginnt unsere persönliche Reise zu den Ursprüngen des Christentums. 433 hat Patrick an dieser Stelle ein Osterfeuer entzündet und damit eine Bewegung ausgelöst, die im nördlichen Europa zu einem Durchbruch des christlichen Glaubens sorgte. (...)

mehr

Media

Riskier was, Mensch!

Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
mehr


Senden Sie eine E-Card an Freunde

StartHeilige OrteVorbilderRitualeAngeboteMediaNewsletter
FacebookTwitter
Newsletter
Kostenlose und wertvolle Impulse für Ihre persönliche Lebensreise.
 
Unser Newsletter informiert Sie in regelmäßigen Abständen über aktuelle Themen.
 
Newsletter abonnieren