Rituale

Sammeln Sie sich und lassen Sie sich senden

Ebbe der Gezeiten vor Lindisfarne

Bei Ebbe verließ Aidan seine Inseln und ging auf Missionsreise. Die Mönche wussten, wie wichtig es ist, sich danach in der Einsamkeit wieder zu sammeln.

Früh am Morgen tritt er aus seiner einfachen Holzhütte heraus. Er hält kurz inne, spürt die ersten Sonnenstrahlen. Das Rauschen der Wellen ist zu hören, das Rascheln von Dünengras. Der Wind spielt mit den Wolken. In der Ferne, hier und dort, regnen sie vereinzelt ihr Nass herab. Eine Handvoll Gefährten sammelt sich um ihn. Sie machen sich auf den Weg - von der Gezeiteninsel gehen sie durch das Watt zum Festland. 

Gezeiteninsel und Festland

In dem dünn besiedelten Gebiet ziehen sie von Haus zu Haus, von Siedlung zu Siedlung. Sie kommen als einfache Leute - sie besitzen nur was sie am Leib tragen. Aber sie haben ein offenes Ohr für die Menschen. Manchmal sieht man sie, wie sie einer mutlosen Schulter ihre Hand auflegen, oder sie erzählen von der Hoffnung, die in ihrem Herzen leuchtet. Nach einigen Tagen kehren sie um - zurück zur Insel, zurück zur Hütte. Sie wissen: Die Zeit des Unterwegsseins ist zu Ende. Nun ist es wichtig, sich wieder zu sammeln.

Im Jahr 625 baute Aidan kleine Holzhütten auf der Gezeiteninsel Lindisfarne. Er gründete damit ein Missionskloster - hier war beides für die Mönche möglich: in den Hütten konnte jeder alleine sein und sich selbst sammeln, und im nahen Festland konnten sie ihrem Auftrag nachgehen. Damit folgten sie einem biblischen Vorbild.

Warten in Jerusalem

Kurz vor Himmelfahrt wies Jesus seine Jünger an: „Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet ...“ Zuerst sollten die Jünger die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, dann würden sie Zeugen sein in Jerusalem und bis an die Grenzen der Erde (vgl. Apostelgeschichte 1,4.8). Warten und einen Auftrag erfüllen gehören hier eng zusammen. In ähnlicher Weise versprechen sich die Karmeliter: „Lasst uns in oder bei unserer Zelle bleiben, ... sofern der Heilige Geist uns nicht anderes zu tun aufgibt.“

Sammlung und Sendung im Gleichklang

Wir brauchen einen Rhythmus. Sich sammeln und sich senden lassen muss in einen Gleichklang gebracht werden. Wir brauchen beides: die Kräftigung des Gottesgeistes wenn wir uns zurückziehen aber auch unseren Auftrag, Gottes Liebe in dieser Welt zu verkörpern. Wir geraten jedoch schnell aus dem Gleichgewicht - weltabgeschiedene Verinnerlichung einerseits oder geistlose Veräußerlichung andererseits gefährden unseren Tritt. 

Bringen Sie Ihren Alltag in den Rhythmus von Sammlung und Sendung. Überlegen Sie sich, wo Sie möglicherweise aus dem Gleichgewicht geraten sind. Finden Sie heraus, was in diesem Moment wichtig ist. 

sgd


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Schloss Reichenberg der Offensive Junger Christen (OJC)

Auf einem Bergrücken sitzt das Schloss Reichenberg. Weithin sichtbar. Das Schloss ist Heimat der OJC, einer Gemeinschaft die ähnlich sichtbar sein will. Dabei schreckt sie nicht davor zurück, offensiv zu leben und anzuecken. Ich will die Gemeinschaft kennen lernen und erklimme deshalb den Hügel, hinauf zum Schloss...
 
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Workshop Lebensreise Das Leben ist wie eine Landkarte: Wo kommen wir her? Wo stehen wir jetzt? Wie wurden wir zu dem, was wir sind? Was hält uns? Wie geht es weiter? Ilona und Rainer Wälde zeigen Ihnen, wie Sie die Landkarte Ihres Lebens auswerten und den roten Faden erkennen.
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Unterwegs zu den Quellen des Lebens Bereits vor drei Jahren sind wir auf die grüne Insel gereist, um dem Geheimnis der irischen Mönche auf die Spur zu kommen: Auf dem Hill of Slane bei Dublin beginnt unsere persönliche Reise zu den Ursprüngen des Christentums. 433 hat Patrick an dieser Stelle ein Osterfeuer entzündet und damit eine Bewegung ausgelöst, die im nördlichen Europa zu einem Durchbruch des christlichen Glaubens sorgte. (...)

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Riskier was, Mensch!

Riskier was, Mensch - Sieben Wochen ohne Vorsicht

„Sieben Wochen ohne“ macht dieses Jahr Lust, die Zeit nach Aschermittwoch bewusst zu begehen und ein risikofreudiges Leben auszuprobieren, weniger um der eigenen Abenteuerlust, als um anderer Menschen willen.

Verzichten einmal anders. Dafür waren die „Sieben Wochen ohne“ Kalender schon immer gute Begleiter. Seit 1983 ist die Aktion der evangelische Versuch, der am 13. Februar beginnenden Fastenzeit etwas abzugewinnen. Und vielleicht ist sie ja sogar eine Inspiration zu einem ursprünglicheren Fasten, einem ganzheitlichen Loslassen und Neuausrichten, im Gegensatz zu spiritualisierten Diätbemühungen.

 
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