Vorbilder

Benedikt von Nursia

Fresko im Kloster von Subiaco, Umbrien, ca. 550

Vorbild für tiefe Spiritualität, verlässliche Gemeinschaft und Maßhalten - Benedikt von Nursia

Benedikt kann uns zu einem Vorbild werden, zu einem, der uns auf unserer Lebensreise vorangeht. Er kann uns in unserer Sehnsucht nach tiefer Spiritualität bestärken, entgegen Tendenzen von Oberflächlichkeit und Bürgerlichkeit des heutigen Lebens. In einer Gesellschaft in der Unzuverlässigkeit zunimmt, bringt er uns die Schönheit verbindlicher Gemeinschaft nahe und zeigt uns die Bedeutung von Ausgewogenheit und Maßhalten gegenüber der Uferlosigkeit.

Benedikt wurde um 480 in Nursia in Umbrien geboren. In jungen Jahren kam er nach Rom, um dort zu studieren. Dort schreckte ihn jedoch die Sittenlosigkeit seiner Kommilitonen so sehr ab, dass er sich als Eremit nach Enfide zurückzog, um danach für drei Jahre bei Subiaco in einer Höhle zu leben. In dieser Zeit lernte er, mit den Leidenschaften und Emotionen seiner menschlichen Existenz umzugehen, wie uns Papst Gregor berichtet. Später war Benedikt einige Jahre Vorsteher eines Klosters. Doch auch das Mönchtum hatte an Tiefe verloren und war zu einem religiös verbrämten bürgerlichen Leben geworden. Den neuen Vorsteher Benedikt wollten die Mönche schließlich vergiften, damit sie weiter in ihrer Oberflächlichkeit verharren konnten. Mitten in der Sittenlosigkeit und Oberflächlichkeit seiner Zeit stand Benedikt für die Sehnsucht nach einer tiefen Spiritualität.

Benedikt überlebte den Anschlag und ging wieder in die Höhle bei Subiaco zurück. Dieses Mal jedoch nicht als Eremit. Sein Ruf als spiritueller Mensch zog viele Menschen seiner Zeit an, die sich um ihn sammelten. Für diese Leute gründete er inmitten der Zeit der großen Völkerwanderungen kleine Mönchskolonien. Diese Gemeinschaften sah Benedikt als Familien an. Die Mönche nannte er „Brüder“ und als Gemeinschaft hatten sie einen „Abbas“, einen erfahrenen Mönch, als Vater. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Mönchsgemeinschaften eher eine Ansammlung von Alleinlebenden und Umherziehenden denn eine Gemeinschaft gewesen. Außerdem waren sie stark verschult, mit dem Ziel harte Askese zu erlernen. Mitten in der Unbeständigkeit seiner Zeit und entgegen der Vereinzelung des Mönchtums formte Benedikt verlässliche, sesshafte, stabile, achtsame und liebevolle Gemeinschaften.

Die Legende besagt, dass Benedikt aufgrund eines eifersüchtigen Priesters die Leitung in Subiaco niederlegen und mit einer nur kleinen Schar einige Kilometer östlich zum Monte Casino ziehen musste. Dort gründete er 529 ein Kloster und schrieb seine berühmte Regula Bendikti, die Benediktsregel, mit der er das Alltagsleben der dortigen Gemeinschaft festlegte. Papst Gregor sagt über die Regel, sie sei „... durch weise Maßhaltung ausgezeichnet und lichtvoll in ihren Worten.“ Durch Gebet und Arbeit, Aktion und Kontemplation, durch Anreiz der Starken und Mittragen der Schwachen, weder der Verflachung noch dem Rigorismus verfallend trat Benedikt in Zeiten der Maßlosigkeit für ein neues Maßhalten ein.

Benedikt war für viele Menschen Vorbild auf ihrer eigenen Lebensreise, bis heute. Lassen Sie sich von die Benediktsregel inspirieren zum Maßhalten, zur Stetigkeit, zur Gemeinschaft, zu einer tiefen Spiritualität.    sgd


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