Vorbilder

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer (Carlo Crivelli)

Zottelgewand, langer Bart, lange Haare, als Einsiedler in der Wüste und Flussgegend lebend, sich von Honig und Heuschrecken ernährend - er muss schon eine außergewöhnlich anmutende Erscheinung gewesen sein, dieser Johannes. In der Tradition der sogenannten Propheten verkündigte er seine Botschaft. Sie war ernst, eindringlich und ermahnend und ist auch heute noch hochaktuell.

Zottelgewand, langer Bart, lange Haare, als Einsiedler in der Wüste und Flussgegend lebend, sich von Honig und Heuschrecken ernährend - er muss schon eine außergewöhnlich anmutende Erscheinung gewesen sein, dieser Johannes. In der Tradition der sogenannten „Propheten“ verkündigte er seine Botschaft. Sie war ernst, eindringlich und ermahnend und ist auch heute noch hochaktuell.

Schon die Geburt des Johannes soll von wundersamen Ereignissen begleitet worden sein, das berichtet uns das Lukasevangelium. Seine Eltern, Verwandte eines Paares aus Nazareth, der späteren Eltern von Jesus, waren Zacharias und Elisabeth. Seine Mutter, bis dahin kinderlos, wurde noch hochbetagt mit ihm schwanger und auch seinem Vater war schon bald klar, dass ihr Sohn Johannes anders sein würde.

Es muss noch in jungem Alter gewesen sein, als Johannes sich in die Wüste und ins Jordantal zurückzog. Später begann er dort zu taufen. Bis dahin waren seinen jüdischen Zeitgenossen rituelle Waschungen bekannt, als Reinigung des Körpers aber auch als Ausdruck von Buße, also als Läuterung der Seele von Schuld. Doch die Taufe des Johannes erregte Aufsehen. Vielleicht waren es seine Reden, die diese Symbolhandlung begleiteten, die die Menschen zu ihm in die Wüste strömen ließen.

Johannes sprach nämlich von der bevorstehenden Ankunft eines kommenden Retters. Er forderte seine Zuhörer auf, sich darauf vorzubereiten und rief ihnen die alte Botschaft aus den heiligen Schriften zu: „Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet die Pfade!“ Wie? Die Menschen, so Johannes, sollen Vergebung empfangen, umkehren und auf neuen, gerechteren Wegen gehen. Soldaten und Zolleinnehmer forderte er auf, sich mit ihrem Lohn zufrieden zu geben und ihre Macht nicht auszunützen, um sich zu bereichern. Und er sprach vom Teilen. Damit allein war seine Botschaft bereits gefährlich politisch. Als er aber dann auch noch die Zustände im Fürstenhaus kritisierte, wurde es dem Vasallen Herodes zu viel - er lies ihn zunächst einkerkern und schließlich spektakulär enthaupten.

Johannes Ruf ist auch heute noch nicht verklungen. Gott wurde damals in Jesus Mensch, aber er will uns auch heute noch nahe kommen. Allerdings steht diesem Kommen Gottes in uns so manches im Weg. Johannes fordert auch uns auf, solche Hindernisse auszuräumen und neue Wege einzuschlagen. Damit ist Johannes eine Stimme des Advents.

sgd


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